Der Mond ist aufgegangen ;-)


Ostersonntag

Eigentlich wollte ich heute Morgen die aufgehende Sonne an einer meiner Lieblingsstellen in der Umgebung fotografieren.
Aber es wäre wohl eher unspektakulär geworden, mangels Nebelschwaden.
Viel wichtiger: Mir fiel ein, dass dort genau in meiner Foto-Richtung immer am Oster-Samstag das Osterfeuer der Dorner Jugend stattfindet.
Da wären bestimmt noch Rauchschwaden im Bild gewesen, das wollte ich nicht.
Und noch schlimmer: Am Ende hätten da noch Alkoholleichen herumgelegen, die wollte ich nicht im Bild haben und schon gar nicht in der Nähe meiner Fotoausrüstung oder meines Autos 😏
Also habe ich es verworfen. Am Folgetag wäre es ja auch gegangen, aber ich hatte eine bessere Idee:
Ein Besuch der Seite mondverlauf.de zeigte mir, dass der Mond aktuell genau über dem Auchel-Fjord der Wiehltalsperre aufgeht!
(Für die Sonne gibt es sonnenverlauf.de. Beide Seiten sind für Fotografen sehr empfehlenswert!)
Ich hoffte auf Spiegelungen des Mondes in der Wasserfläche.
Aber zunächst wollte ich mit dem Tamron 150-600mm G2 den roten Mondball (durch die Atmosphäre erscheint der Mond direkt bei Aufgang sehr rötlich) möglichst groß über dem Horizont haben, am besten vor einem prägnanten Baum oder so.
Der Mond sollte um 23:06 Uhr aufgehen, also war ich um 22:45 Uhr vor Ort, habe das Stativ aufgebaut, Kamera mt dem großen Tele drauf und Kabelfernauslöser dran. Ich wollte ja nicht beim Auslösen verwackeln. Deshalb habe ich auch die Spiegelvorauslösung aktviert, denn der hochklappende Spiegel des optischen Suchers löst auch Erschütterungen aus, so wartet die Kamera mit der Auslösung, bis das ausgeschwungen ist.

Praktisch an dieser Stelle: Es gibt dort einen kleinen Aussichtsparkplatz, so dass ich direkt hinter dem Kofferraum aufbauen konnte und der Fotokram, den ich gerade nicht brauche, im offenen Fotrucksack im Kofferraum bleiben kann. (Und dass der Kofferraum im offenen Zustand beleuchtet ist, hilft auch.😋)

Jetzt hieß es warten....



Gegen 23:13 Uhr erschien dann der obere Rand des Mondes über der Hügelkette Richtung Wildbergerhütte/Eichholz. Das geht dann immer sehr schnell!
Da wie erwartet der Autofokus bei der Dunkelheit nicht funktionierte, habe ich auf Manuell umgeschaltet und per LiveView mit Lupe fokussiert. (Die Spiegelvorauslösung hätte ich mir also sparen können, denn im LiveView ist der Spiegel permanent hochgeklappt.😏)

Das Bild wabberte aber durch die warme Atmosphäre in Bodennähe sehr stark, so dass ich diese Bildidee direkt wieder verworfen habe und schnell die Kamera vom Stativ nahm, das große Tele runter und das Standard-Zoom drauf und das ganze wieder aufs Stativ.

Gerade mal 4 Minuten nach Erscheinen des Mondes hatte der Mond schon eine ziemliche Höhe erreicht, ich habe 3 Bilder mit verschiedenen ISO-Werten gemacht, ISO 400, 800 und 1600. Jeweils den Fokus neu überprüft. Die goldene Mitte mit ISO 800  gefiel mir am besten.
Aufnahmedaten: ISO800, 25s, f/8, 18mm Brennweite bei APS-C (entspricht gut 28mm bei Kleinbild):



Leider war er zu weit "rechts" im Bild, so dass es keine Spiegelungen im Wasser gab. Egal😏
Dann wieder alles abgebaut und ab nach Hause. Schon etwas komisch da an der Straße, auch wenn insgesamt in den 45 Minuten keine 10 Autos da entlang fuhren. Aber man weiß ja nie, was da für Gestalten unterwegs sind. (Das gleiche werdendie vermutlich über mich gedacht haben 😛.) Auf dem Acker, weitab jeder Straßen fühle ich mich da weitaus sicherer...

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