Der erste Versuch in Light-Painting.


Als ich in einem Fotobuch über Nachtaufnahmen etwas über Lightpainting las, wollte ich auch gerne mal einfache Versuche auf diesem Gebiet machen. Etwas "Spielerei", mehr ist das (noch) nicht.
Ich hatte die Idee einer Langzeitbelichtung, wo ich von hinten von einem Blitz angestrahlt werde und somit nur meine Silhouette ansatzweise in schwarz zu erahnen ist.
Dazu wollte ich ganz einfache Formen mit Licht malen. Da es aus China Elektro-Lumineszenz-Drähte (EL-Drähte) von 1m Länge für ca. 1,50 € inkl. Controler/Batteriebox und Versand) gibt, habe ich mir vor einiger Zeit mal welche in weiß, rot, blau, grün und gelb geordert.
Die habe ich an Bambustäben festgemacht und wollte erst einmal einfache Kreise malen, indem ich wie ein Vogel mit den "Flügeln" schlage.
Da es dazu stockdunkel sein muss und die Straßenbeleuchtung erst um 22:30 Uhr abgeschaltet wird, war mir das meist zu spät und die Couch ließ mich nicht mehr los😉
Gestern Abend hat es mich dann gegen 23:30 Uhr noch gepackt und ich habe den Fotokram auf die Terrasse getragen. Kamera mit Ultraweitwinkel nebst Stativ, das brauche ich hier nicht weiter aufzuführen.
Dazu meinen Godox TT685 Aufsteckblitz, hier mit Fuss und ein Godox Funktransmitter, um den von der Kamera aus auszulösen. Der Blitz sollte ja "entfesselt" in meinem Rücken stehen.
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Zum Auslösen ein programmierbarer Fernauslöser, bei dem ich mir gestern draußen im Dunkeln einen abgebrochen habe 😉 (Ich arbeite normal damit im Intervallmodus, also z.B. 5 Bilder im Abstand von 1 Sekunde, für Belichtungsreihen. Hier war aber der Delay-Modus gefragt, die Kamera steuert die Belichtungszeit, der Timer sagt nur: Löse mit x Sekunden Verzögerung aus und wiederhole das y mal.)



Hier die Elektro-Lumineszenzdrähte, 2x weiß,  je ein Meter Länge, mit Tesa an Bambusstäben befestigt.


Naja, bei den Fehlversuchen sind auch ein paar nette Resultate herausgekommen😉
Man sollte das beim ersten Test nicht zu eng sehen, hauptsache Spaß.

Also den Blitz aufgestellt, Probeschuss, sieht ok aus. (Später dann gesehen, dass die Blitzleistung für diese Bildidee zu niedrig war, ein Achtel oder gar ein Viertel oder mehr hätte besser gepasst. Beim nächsten Mal 😉 )

(Alle Bilder snd wie immer durch Doppelklick in voller Größe sichtbar.)



Der Lensflare durch den Blitz oben rechts ist mir heute auch noch egal.

Dann habe ich mich für 30Sekunden Aufnahmedauer entschieden, Blitz auf dem ersten Verschlussvorhang für die Silhouette und dann noch genug Zeit zum Malen.
Da der Tisch auf der Terrasse stand und ich im Stockdunkeln nicht noch das Möbelrücken anfangen wollte, war der Abstand trotz 10mm Ultraweitwnkel zu knapp. Egal, es ging um eine erste Idee, ob das klappt und was ich ändern muss. Hier mal die "besten" Resultate:






Aber auch bei den Fehleinstellungen am Timer zuvor gab es lustige Ergebnisse, als ich immer wieder zur Kamera zurück bin, um Einstellungen zu ändern und dabei gerade eine Aufnahme lief😎







Es hat Spaß gemacht und ich werde sicher ab und an weitere Versuche in diese Richtung unternehmen. (Zunächst das gleiche Setup, aber mehr Abstand zur Kamera, mehr Blitzleistung und den Blitz unsichtbar aufstellen.)

Wer mal sehen will, was man alles machen kann, der sollte mal nach "Darren Pearson" und "light fossil" googlen! Was der Mann macht, ist Wahnsinn! Er malt Dinosaurier-Skelette mit Taschenlampen in die Bilder. Was für eine Vorstellungsgabe! Er sieht ja nur den Punkt, den er gerade malt, kein ganzes Bild wie auf dem Papier!







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